Die geschichte

Ein unruhiges und wildes Wesen.

Der Wildbacher hat eine komplexe Geschichte, die wir erzählen möchten …

Der Name Wildbacher stammt aus der Nähe des weststeirischen Deutschlandsbergs, in Österreich. Diese Region wird Schilchergegend bzw. „Gebiet des glänzenden Weines” genannt und entspricht ihrem ursprünglichen Anbaugebiet. Die dem Wort innewohnende Bedeutung – wilder, ungezügelter Bach – mag aufgrund ihres unruhigen Charakters einer Weissagung gleichkommen.

Vor zwei Jahrhunderten gelangt die Rebsorte nach Susegana, in der Trevisaner Mark, dem einzigen Gebiet in Italien, in dem der Wildbacher angebaut wird.

Obwohl die Rebe stark und rustikal ist, galt sie noch nicht als erlesen. Deshalb konnten die venetischen Winzer sie dort anbauen, wo andere dem nicht Stand gehalten hätten.

Aber das waren nicht die einzigen Hindernisse für den Wildbacher. Die Hügel in der Trevisaner Mark zeigten sich prädestiniert für die Produktion erlesener Prosecco, Weiß- und Rotweine.
Die rustikale Rebsorte steirischen Ursprungs geriet so in Vergessenheit und war dazu bestimmt, am weniger bekannten Rande der lokalen Önologie zu stehen.

Man kann also heute von Glück sprechen und es ist Martino Zanetti zu verdanken, dass er – als Schätzer unverfälschter Weine, aufmerksamer und leidenschaftlicher Unternehmer – auf die seltene Rebsorte setzte, die er zufällig auf seinem Weingut entdeckte.

Er beauftragte erfahrene Agronomen die Reben zu studieren und seine Önologen, beste Bedingungen zu schaffen, um den Anforderungen dieses exklusiven Weines zu entsprechen. So konnte der Wildbacher sein Potential mit ausdrucksstarken Aromen und Farben voll entfalten.

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Der Schwarzen Wildbacher

Die Tenuta Col Sandago bewahrt in ihren Weinhügeln (Colle di San Dagoberto in Susegana), in einer Seehöhe vom über 300 Metern, wo sich kein Nebel bildet und wo die Sonneneinstrahlung kräftig ist, die einzigen dreieinhalb Hektar, die es vom schwarzen Wildbacher weltweit gibt (nicht zu verwechseln mit einer Rebe, die blauer Wildbacher genannt wird und etwas anderes ist).

Der schwarze Wildbacher ist in der normalen Bewertung der Wirtschaftlichkeit unter Winzern ganz offensichtlich eine unwirtschaftliche Rebsorte. Er ist eine kräftige Pflanze, die viel Holz und zahlreiche Trauben geringer Größe aufweist (im Gegensatz zum blauen Wildbacher, der sehr ertragreich und von geringem Wert ist).

Zudem macht ihn die erforderliche konstante Pflege noch unwirtschaftlicher.

Scharfsinn und intuitive Fertigkeit des Gutes Col Sandago sowie die Urteilskraft des großen Meisters Luigi Veronelli führten zur Kreation eines großen Weins von unglaublicher Seltenheit.

Der schwarze Wildbacher, der im ersten Jahr praktisch ungenießbar ist (man vermutet, dass “bàcaro” gerade von dieser Art die Rebe zu interpretieren stammt, die Mondino zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingeführte, um die Präsenz des Weines von geringer Qualität im Gebiet von Conegliano anzugeben), enthüllt im dritten Jahr der Reifung, nach besonderer Sorgfalt in Eichenfässern seinen tanninbetonten Geschmack sowie die ersten besonderen Nuancen, bis zum fünften Jahr, wenn der Wein, auch wenn er noch jung ist, sich bei der Verkostung als herrlicher Rotwein mit intensivem Duft mit Noten von Waldbeeren, Kräutern und süßen Gewürzen und einem eleganten, kräftigen Geschmack präsentiert, und aufgrund seiner Eigenschaften zur Reifung eignet, wie wohl kein anderer Wein dazu in der Lage ist.

Die geringe Produktion von 4.000 Flaschen macht den “Schwarzen Wildbacher” einzigartig, da er überall in Österreich entfernt wurde. Er ist ein Phänomen, dessen Verdienst seinem Erzeuger zu verdanken ist und jene erfreut, die ihn trinken.

Dagobert

AUF DEN SPUREN DES HEILIGEN UND KÖNIGS IM GEBIET VON COL SANDAGO

Im Territorium von “Colle di San Dagoberto” wird die Geschichte des Heiligen Dagobert, dessen Name es trägt, wieder aufgespürt.

Rund um das Weingut Col Sandago und in Weingärten auf dem Hügel wurden in diesen Monaten auf Initiative von Martino Zanetti Tafeln angebracht, die an die wichtigen Ereignisse im Leben dieses merowingischen Herrschers erinnern, jenes Märtyrers, der von der keltischen und später auch von der katholischen Kirche heilig gesprochen wurde.

Mit den Hinweisen auf diese geschichtlichen Informationen inmitten dieses atmosphärischen Ortes des Weingutes Col Sandago – Case Bianche wollte man sich an den Heiligen Dagobert und an das Erbe erinnern, das der König, Heilige und Märtyrer in der Namensgebung des Ortes und der alten Bezeichnung “San Dago”, die als Name des Gutes verwendet wird, hinterlassen hat.

Die schönen Schilder im französischen Stil erinnern an die Herkunft von Dagobert, König des antiken Neustrien, der diese Ländereien regierte. Sie lenken die Neugierde der Passanten auf eine wenig bekannte, aber um so bedeutendere Persönlichkeit des Spätmittelalters: seine Geschichte wird entlang des Rundwegs erzählt, der durch das Gut Col Sandago führt – ein Areal, das zum angenehmen Verweilen und zur meditativen Erinnerung einlädt.

Nach Schottland und Irland an verschiedene religiöse Orte verbannt, wurde Dagobert zum Schützling des Bischofs Wilfrid von York. Von diesem wurde ihm Matilde zur Frau gegeben, eine dem keltisch-christlichen Ritus verbundene Prinzessin, die ihn an die keltische Religion heranführte. Im Gegensatz zu den Hoffnungen von Bischof Wilfrid, der Dagobert als sein Machtinstrument nutzen wollte, hielt sich Dagobert nicht an dessen Weisungen.

Während einer Treibjagd im Jahr 679 wurde er im Schlaf vom Vorfahr Karl des Großen, Pippin von Herstal, mit einer Lanze umgebracht. Umgehend bestätigte die römische Kirche die Macht des Letzteren. Vom Geschlecht Karl des Großen ermordet, wurde Dagobert sofort heilig gesprochen – zuerst von der keltischen, dann von der römisch-katholischen Kirche.

Im Jahr 908 wollte Bischof Ripaldo von Ceneda aus dem Geschlecht der Langobarden den Hügel in der Region Treviso dem Heiligen Dagobert und den französischen Verbindungen widmen, die ihn als zentrale Gestalt sahen, als er König war, angesichts des unrechtmäßigen Verhaltens des karolingischen Geschlechts auch in seinem Hoheitsgebiet, um so die Bedeutsamkeit des Ortes zu bekräftigen.

Verehrt als Patron der Bräute weckt der Heilige Dagobert die zeitlose Faszination bereits weit zurückliegender und heidnischer Epochen. Sein Name ist heute Motiv zur Inspiration für einen der kostbarsten Weine des Weingutes Col Sandago, der Trockenbeerenauslese Wildbacher “Dagoberthus“, die auf den einzigen dreieinhalb Hektar des schwarzen Wildbachers, des einzigen und authentischen Wildbachers, geerntet wird.